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Quergerätselt

Dreimal um die Ecke gedacht und dann von hinten in die Brust: So sind die Rätsel unseres Autoren Martin Reti. Er verknüpft historisches Wissen mit skurilen Begebenheiten und formt daraus einen Rätseltext, der sich manchmal leicht, manchmal etwas schwerer mithilfe der Internet-Suchmaschinen lösen lässt.


Rätsel Mai 2013

Dramatische Fehlentscheidung

Der Stoff aus dem die Träume sind, ist zu Beginn ein rotes Pulver
Der Stoff aus dem die Träume sind, ist zu Beginn ein rotes Pulver

„He, Fremder, was geht?" „Cooles Zeug geht allenthalben. Da schau mal her, Kaiser." „Wow, das glänzt ja ganz irre." „Ja, und nur ich weiß, wie man das alles machen kann. Habt Ihr´s schon mal hochgehoben?" „Alle Wetter, ist das Zauberei?" „Nein, nein, …" „ Ich glaube doch. Aber mal was anderes: Kennst Du ein Mittel gegen Kopfschmerzen?" „Alla, aber natürlich nicht, Signore, ich bin doch nur ein alter, alberner Handwerker" „Aber ich kenne ein sehr wirkungsvolles: Henker, hol mal dein glänzendes Ding!" „Nein, nicht doch. Al…".

Wir werden nie erfahren, was der freundliche Handwerker noch sagen wollte. Aber vielleicht können wir in Erfahrung bringen, was er dem Kaiser andrehen wollte? Mit seiner Erfindung war er seiner Zeit übrigens einige Jahrhunderte voraus. Was er entdeckt hatte, wurde später zu einem exklusiven Gut: Ein anderer Kaiser befahl ungefähr 1800 Jahre später seinen niedriger gestellten Gästen vom billigen Goldgeschirr zu essen. Heute bekommen wir das exklusive Gut im Supermarkt und wenn Du den Dialog nochmal aufmerksam liest, finden Disziplin-Eingeweihte des Rätsels Lösung gleich 11-mal. Huch, hier ist sie mir auch wieder rausgerutscht. Philippus Aurelius Theophrastus Bombastus ist übrigens einer der Namensgeber des Gesuchten und er regierte zwischen den beiden Kaisern.

Was findet man heute selbst im Supermarktregal?

30.04.2013


  Gewinne im
  Mai

   1. Preis: Jahresabo „bild der wissenschaft"

   2. Preis: Ein Salewa-Rucksack

   3. Preis: Ein Mini-Taschenschirm


Wissen Sie die Lösung? Dann senden Sie uns den Namen des gesuchten Produktes zu.

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Lösung des letzten Monats
Rätsel April 2013

Herz, Schmerz und dies und das

Ein süßer Kerl – in jeder Beziehung
Ein süßer Kerl – in jeder Beziehung

Ein bisschen was von einer Liebesgeschichte hat das schon: Denken wir einfach mal an ... den Biber. Der ist heute von zwei Seiten interessant. Beginnen wir mit dem hinteren Ende. Das ist der Teil mit der Liebe. Der Volksmund hat einen ziemlich drastischen jugendsprachlichen Begriff für das Aphrodisiakum gefunden, dass er sich ins Fell reibt. Was er mit seinem vorderen Ende macht, ist schon etwas stubenreiner. Stellen wir uns aber mal vor, der Biber nagte an einer Weide. Dann hätten hinten und vorne was gemeinsam.

Und das wussten schon unsere felltragenden Vorfahren – genauso wie die kultivierten Römer und Griechen. Unentbehrlich ist der Stoff heute – das sagt sogar WER, die es wissen muss. Müssten wir im Falle eines Falles aber wie der Biber an der Weide nagen – autsch.

Zum Glück aber fanden findige Deutsche einen alternativen Weg, um große Mengen des gesuchten Stoffes heranzuschaffen. Wer genau das war – darüber streiten sich die Gelehrten noch heute. Aber es war definitiv nicht in Bayern – auch wenn diese Annahme nahe läge. Gerhard, Felix und Arthur, dem Grünbaum gebührt der Ruhm.

Bitte zerbrechen Sie sich nicht den Kopf. Bringen Sie nur noch die Königin der Wiesen in der Geschichte unter – und fertig.

Welchen Stoff suchen wir?

02.04.2013

Lösung April 2013

Medikamenten-Ass

Dank unseres gesuchten Stoffes müssen Kopfschmerzen nicht sein. Bild: olly - Fotolia.com
Dank unseres gesuchten Stoffes müssen Kopfschmerzen nicht sein. Bild: olly - Fotolia.com

Gesucht war das Aspirin, das seinen Namen vom echten Mädesüß – auch genannt die Königin der Wiesen oder etwas weniger elegant „ Stopparsch" – hat. Mädesüß wird auch Spire genannt. A-spir-In steht für A-cetylierten IN-haltsstoff der SPIRe. Auch in diesem Rosengewächs ist Salicylsäure enthalten. Die Salicylsäure hingegen hat ihren Namen von der Weide (lat. salix). Schon unsere germanischen und keltischen Vorfahren kochten die Rinde der Weide aus und setzten sie als Schmerzmittel ein. Auch Hippokrates und Plinius der Ältere wussten um die Wirkung des Weidenrindensafts.

Es sollte aber bis Mitte des 19. Jahrhunderts dauern, dass Acetylsalicalsäure (ASS) zum ersten Mal künstlich hergestellt wurde. Charles Frederic Gerhardt in Straßburg war´s. Den Reinstoff isolierten Felix Hoffmann und Arthur Eichengrün 1897 bei Bayer in Elbersfeld. Und dort bekam die Acetylsalicylsäure auch ihren Namen Aspirin. Die World Health Organisation WHO führt den Stoff als unentbehrliches Arzneimittel – nicht nur gegen Schmerzen auch gegen Fieber und als Blutverdünner. Vielleicht noch ein Wort zum Biber, in seiner Drüse am After produziert er Castoreum, auf Deutsch Bibergeil. Auch Bibergeil enthält Salicylsäure.

30.04.2013

Herzlichen Glückwunsch

Die Gewinner des April-Rätsels

 1. Preis:     Ein Jahresabo "md" 
                     gewinnt Ulrike Erbskorn. 

 2. Preis:     Ein Spiel "Die Tore der Welt" geht an Björn Rehbein.

 3. Preis:    Über ein Hörbuch "Geniale Querköpfe" freut
                     sich Jochen Werdich.

Viel Spaß mit den Gewinnen wünscht die Online-Redaktion!!!



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