Login
Hamilton präsentiert auf der Achema erstmals einen optischen Sauerstoffsensor mit Atex-Zulassung und Hart-Kommunikationsschnittstelle: den VisiFerm DO Arc Hx.
Sensoren versorgen Leitsysteme, Diagnosetools oder Prozessführungsinstrumente mit zahlreichen relevanten Informationen. Um fit für die Zukunft zu sein, müssen sie robust gebaut und möglichst vielseitig integrierbar sein. Hamilton hat daher seine Arc-Produktfamilie weiterentwickelt. Auf der Achema in Frankfurt präsentiert das Unternehmen zum ersten Mal seine Sensoren mit integriertem Transmitter.
Hamilton präsentiert auf der Achema erstmals einen optischen Sauerstoffsensor mit Atex-Zulassung und Hart-Kommunikationsschnittstelle: den VisiFerm DO Arc Hx.
Optische Sauerstoffsensoren mit Hart-Protokoll und Atex-Zulassung

Den Transmitter an Bord

Die Vorteile der Arc-Sensoren liegen auf der Hand: Durch die Integration des Transmitters in den Sensorkopf sind weniger Schnittstellen vorhanden, die Qualität und Sicherheit der Messwerte erhöht sich. Die Möglichkeit, bis zu 30 verschiedene Sensortypen mit einem Handheld konfigurieren und steuern zu können, vereinfacht die Arbeitsabläufe, auch der Wartungsaufwand verringert sich. Arc-Systeme bieten somit schlankere Prozessabläufe. Gängige Beeinträchtigungen durch Feuchtigkeit, Kabellänge oder sonstige Signalstörungen entfallen.

Messung des Redoxpotenzials

Arc-Sensoren haben ihren festen Platz in der Überwachung und Steuerung industrieller Prozesse. Neben der sicheren Messung des pH-Werts, des Sauerstoffgehalts oder der Leitfähigkeit sind die Arc-Sensoren nun auch in der Lage, das Redoxpotenzial (ORP) eines Stoffes zu erfassen. Gemessen wird hierbei die Spannung, die von den in der Lösung befindlichen Substanzen abhängig ist.

Die Polilyte Plus ORP ermöglicht mit zwei Single Pores den direkten Kontakt zwischen Elektrolyt und Medium, Verstopfungen am Messpunkt sind ausgeschlossen. Sie wird überwiegend in der chemischen Industrie und in der Wasseraufbereitung eingesetzt. Die EasyFerm Plus ORP findet in der Biotechnologie, der Lebensmittelbranche und der pharmazeutischen Industrie Verwendung. Das vorbedruckte Referenzsystem sorgt für ein verstopfungsfreies Diaphragma, der Platin-Ring dient der Potenzialmessung. Der Messbereich des Oxidations- und Reduktionspotenzials liegt zwischen ±1500 mV mit einer Wiederholbarkeit von ±0,5 mV bei +25 °C.

Sensor spricht Hart

VisiFerm DO Arc Hx ist der erste optische Sauerstoffsensor mit integriertem Transmitter, der in der Lage ist, über das plattformunabhängige Kommunikationssystem Hart zu korrespondieren. Somit ist erstmals der Austausch digitaler Informationen zwischen Sensor und Host möglich. Die Kommunikation läuft über den üblichen 4...20-mA-Standard, die digitalen Informationen werden simultan auf den analogen Signalen transportiert.

Nach vielen Jahren erfolgreicher Nutzung ist die Hart-Technologie das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Datenprotokoll in der Prozessindustrie. Mit der Hart-Schnittstelle auf dem Arc-Sensor nimmt Hamilton diesen weit-verbreiteten Industriestandard auf und ermöglicht so die einfache Implementierung der Sensoren in bestehende Anlagen.

Atex-Zulassung garantiert Sicherheit

In Branchen wie der chemischen Industrie müssen Prozesssensoren spezielle Vorschriften einhalten. Insbesondere für Applikationen in diesem Umfeld bietet Hamilton jetzt die neue VisiFerm DO Arc Hx mit Atex-Zulassung an. Der optische Prozesssensor ist für die Zonen 0 und 1 (jetzt Klasse 1 und 2) lizensiert. Somit kann VisiFerm DO Arc Hx überall dort eingesetzt werden, wo gefährliche explosionsfähige Gemische aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln vorhanden sind. Die Atex-Zulassung gilt für die Sensoren wie auch für das Handgerät.

VisiFerm DO Arc Hx ist für einen Temperaturbereich zwischen -10 und +130 °C und einem Druck von bis zu 12 bar zugelassen. Die Silikonmembran, in der die Sauerstoffmessung vorgenommen wird, ist in einer Edelstahlkappe fixiert und mit einem Edelstahlschaft verschraubt. Die im Sensor verbauten Komponenten bieten die gewohnte Rechenleistung und Messgenauigkeit, brauchen jedoch weniger Platz und erzeugen kaum Hitze. Daher ist der Sensor auch für explosionsgefährdete Bereiche zugelassen. Eingesetzt wird VisiFerm DO Arc Hx mit Atex-Zulassung unter anderem zur Überwachung des Sauerstoffgehaltes bei Reaktionsgemischen in Gasphasen.

Universelle Produktfamilie

Hamilton ist mit drei Arc-Konzepten auf dem Markt vertreten, die auf verschiedenste Anwenderanforderungen zugeschnitten sind. Arc Vital bietet eine direkte Anbindung des Sensors an ein Leitsystem über eine 4...20-mA-Schnittstelle und ist die Basislösung für klassische Anwender, wie Forschungs- und Pilotlabore. Für Planungsbüros oder OEM-Produzenten, die nach leicht integrierbaren Sensoren suchen, wurde der Arc Versa entwickelt. Dieser ermöglicht die analoge Anbindung von bis zu 30 Sensoren an das Leitsystem und kommt im Rahmen der Erstellung von Skid-Anlagen, in denen mehrere Sensoren innerhalb eines Messsystems installiert sind, zum Einsatz.

In neuen Anlagen und Installationen entfaltet der Arc Vision sein volles Potenzial. Im digitalen Modus können Arc-Sensoren parallel betrieben und gewartet werden. Kabel- oder kabellose Kommunikation macht Konstruktion, Handhabung und Wartung der Sensoren und Prozesssteuerung zuverlässiger, einfacher und effizienter.

Mess- und Diagnosewerte können mittels des Bediengerätes Arc View direkt am Ort der Installation des Sensors eingesehen werden. Außerdem kann über das Handgerät auch die Kalibrierung und Konfiguration vorgenommen werden. Arc-Sensoren sind aufgrund des flexiblen Kommunikationskonzeptes leicht zu integrieren und bieten zeitsparende Möglichkeiten des Sensorbetriebs und der Wartung.

Optimale Sensorüberwachung

Zur Steuerung der Sensoren mithilfe eines Diagnoseprogramms am Computer hat das Unternehmen den Hamilton Device Manager entwickelt. Die Applikation basiert auf dem standardisierten Field Device Tool (FDT), einem herstellerübergreifenden Konzept zur Parametrierung von Feldgeräten. Als Nachfolger des Arc Sensor Configurator unterstützt der Hamilton Device Manager nun auch Modbus, Hart, Profibus, Foundation Fieldbus, Devicenet, Interbus und AS-Interface. Weitere Feldbusprotokolle werden folgen. Dem Anwender wird plattformunabhängiges Arbeiten ermöglicht, die Konfiguration, Bedienung und Instandhaltung der Sensoren vereinfacht.

Halle 11.1, Stand G 51

· prozesstechnik-online.de/cav0612442

Der Autor: Michael Beyrau, PR-Redakteur Redaktionsbüro Faktum

12.06.2012


Weitere Artikel zum Thema
Mehr zu Messtechnik Mehr zu Messtechnik

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe