Flexible Energieerzeugung mit kleinen Windkraftanlagen
Die Rotorblätter werden von der Firma Policam in Barcelona hergestellt. Die Kliux Windgeneratoren können im Prinzip an jedem Ort aufgestellt werden, um Strom für den lokalen Verbrauch zu erzeugen.
„Das Projekt unterstreicht erneut das Engagement von Bayer MaterialScience in der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Materialien und Technologien für die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen", sagt Frank Grunert, Leiter des Polyurethan-Marketings in den Regionen Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika bei Bayer MaterialScience. Weitere Beispiele sind Produkte für Windkraftanlagen herkömmlicher Technologie, für Photovoltaikmodule sowie für die Solarthermie.
Vor allem in zwei Bereichen verzeichnet die Produktion und Installation kleiner Windkraftanlagen zurzeit zweistellige Wachstumsraten: In den entwickelten Ländern tragen sie zum Aufbau eines intelligenten Stromnetzes (smart grid) mit dezentralisierter Energieerzeugung bei. In Entwicklungs- und Schwellenländern hingegen werden sie bevorzugt in Regionen ohne Elektrizitätsversorgung sowie als Ersatz für kleine Kraftwerke eingesetzt.
Die neuen Windgeneratoren arbeiten sehr effizient. Bereits ab einer Windgeschwindigkeit von 4 m/s erzeugen sie elektrischen Strom. Dieser kann entweder bis zur Nutzung in Batterien gespeichert oder direkt in ein vorhandenes Stromnetz eingespeist werden. Die Nennleistung beträgt 4 KW.
Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt
„Die einzigartige aerodynamische Form des Rotors sorgt für eine gleichmäßige Rotation und kontinuierliche Energieerzeugung, auch bei veränderlichen oder starken Winden", sagt Iñaki Eguizábal, Gründer und Präsident von Kliux Energies. Neben der Entwicklung und Patentierung des Rotors hat das Unternehmen dessen Leistungsfähigkeit in Windkanalversuchen und durch Computersimulationen unter Beweis gestellt. Einschließlich Mast sind die Windgeneratoren 9 m hoch.
Das Rioja-Gebiet um Logroño, dem Firmensitz des Unternehmens, bietet sich für die Installation der Windgeneratoren an, denn sie gilt als eine der windigsten Regionen des Landes. Im Sommer 2010 wurde dort die erste Pilotanlage installiert und seitdem erfolgreich betrieben. Eine weitere Pilotanlage befindet sich am Standort Tarragona von Bayer MaterialScience und dient dort zu Test- und Präsentationszwecken.
