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Die als Rollenware hergestellten Filtermedien werden z. B. zu Filterschläuchen konfektioniert
Nach zwei Jahren Entwicklungszeit und nach Ablauf der Brüsseler Übergangsfristen zum Kunststoffeinsatz in der Nahrungsgüterwirtschaft sind seit Jahresbeginn europaweit die wohl ersten EU-konformen Entstaubungsfilter für den Lebensmittelkontakt im Langzeittest.
Die als Rollenware hergestellten Filtermedien werden z. B. zu Filterschläuchen konfektioniert
Umsetzung der Kunststoffverordnung (EU) 10/2011

EU-konforme Filter für den Lebensmittelkontakt

Inerte und damit EU-kompatible Lebensmittelfilter
Inerte und damit EU-kompatible Lebensmittelfilter

Die Heimbach Filtration GmbH, Düren, ist nach eigenen Angaben der erste Produzent von synthetischen Filterelementen in Europa, der per Konformitätsbescheinigung gemäß EU-Verordnung 1935/2004 die Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Forderungen mit Blick auf Gesundheit, Lebensmittelzusammensetzung und Organoleptik erklärt. Die Materialinnovationen auf Grundlage von Nadelfilzen und Geweben, deren Eignung für den Kontakt mit Lebensmitteln über normierte Prüfverfahren im Labor bestimmt wurde, eignen sich für die Prozessschritte Entstaubung und Fest-Flüssig-Trennung bei Herstellern von Lebensmitteln und -additiven. Sie werden auch in der Pharma- und Chemieindustrie eingesetzt.

Filtermedien im Langzeittest

Wie das Unternehmen mitteilte, werde derzeit in Praxistests bei mehreren Unternehmen dieser Branchen das Langzeitverhalten der neuen Erzeugnisse untersucht. Dazu gehört die Bestimmung von Abscheideleistung, Filterkuchenabwurf und Druckdifferenz sowie thermische, chemische und physikalische Beständigkeit. Die Dokumentation für die Qualitätssicherung erfolgt über eine Zeichnung mit Stückliste, in der alle Filterelementkomponenten aufgeführt sind.

Für Zubehörteile aus Edelstahl, wie z. B. V2A-Ringe, werden Werksbescheinigungen gemäß DIN EN 10204 2.2 beigefügt. Erste, positiv verlaufende Praxiserprobungen wiesen darauf hin, dass die Anwender lebensmittelkonforme Filterausführungen als Standardprodukt in ihren Filteranlagen festlegen werden, hieß es aus Düren.

„Als Unternehmen, das sich dem Umweltschutz und dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt, nehmen wir auch das Thema Lebensmittelkonformität sehr ernst und investieren in die Entwicklung entsprechender Produkte", begründet Geschäftsführer Eckehard Köhler die Pionierrolle seines Unternehmens. Erklärtes Ziel sei es, den Anwendern bei der Einhaltung gültiger Normen zu helfen und gemeinsam Produktionsprozesse zu optimieren.

Teil der Produktgewinnung

Seit Mai 2011 gilt die Kunststoffverordnung (EU) 10/2011. Die bis dahin gültige EU-Richtlinie 2002/72 wurde zunächst auf Verpackungen angewandt und dann auf alle Kunststoffe bezogen, die im Rahmen der Herstellung, Förderung und Lagerung von Lebensmitteln mit ihnen in Kontakt kommen. Dazu gehören auch Filtermedien, die in der Produktgewinnung eingesetzt werden.

„Auf unsere Innovation reagieren Anwender teilweise geradezu aufgeschreckt, denn vom Anlagenhersteller bis zum Komponentenlieferanten haben etliche diese verbindlich geltenden EU-Vorschriften noch gar nicht in ihrem Produktionsprozess bedacht", weiß Produktmanager Peter Lohse.

Heimbach Filtration bietet ein breites Leistungsspektrum rund um die Filtrationstechnologie. Im Unternehmen selbst werden Filtermedien als Rollenware hergestellt und zu Filterschläuchen, -taschen, -beuteln, -bändern sowie zu Überwurf- und Durchstecktüchern konfektioniert.

Techniker des Unternehmens kümmern sich um die Filterelemente während ihres Einsatzes beim Anwender vor Ort (Montage, Austausch, Reinigung und Ersatzteildienst). Mit der langjährigen Erfahrung und umfassender Kenntnis der Verfahrensabläufe ist Heimbach weltweiter Partner und technischer Berater zugleich, wenn es um die Entwicklung spezifischer Lösungen für anspruchsvolle Filtrationsanwendungen geht.

· prozesstechnik-online.de/dei1011438

05.10.2011


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