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Lounges und Vision Pharma in Karlsruhe

Prozessumfeld trifft Pharmaprozess

Jennifer Würsching, Inspire GmbH, Ausstellerbetreuung und Veranstaltungsleitung Lounges und Vision Pharma
Jennifer Würsching, Inspire GmbH, Ausstellerbetreuung und Veranstaltungsleitung Lounges und Vision Pharma
Harald Martin, Geschäftsführer der I-EC GmbH, Konzeption und Programm Lounges und Vision Pharma
Harald Martin, Geschäftsführer der I-EC GmbH, Konzeption und Programm Lounges und Vision Pharma
Ulrich Rothgerber, Inspire GmbH, Ausstellerwerbung und -betreuung Lounges und Vision Pharma
Ulrich Rothgerber, Inspire GmbH, Ausstellerwerbung und -betreuung Lounges und Vision Pharma
Erstmals finden 2012 die Lounges und die Vision Pharma zum gleichen Termin statt. Während die Lounges das reine Prozessumfeld branchenunabhängig darstellen, wird mit der zeitgleichen Vision Pharma der Herstellungsprozess für pharmazeutische und biotechnologische Produkte beleuchtet. Pharmaproduktion sprach mit den Verantwortlichen über das Ausstellungskonzept.

Pharmaproduktion: Am 28. Februar 2012 startet die Lounges 2012 erstmals gemeinsam mit der Vision Pharma. Wie viele Aussteller erwarten Sie und wie verteilen sich diese auf die beiden Veranstaltungen?

Würsching: Der Fachbesucher wird dieses Mal über 250 Firmen in der vollen dm-Arena in Karlsruhe antreffen. Betrachtet man die Themen, also das reine Umfeld innerhalb der Lounges und den Pharmaprozess als Focus der Vision Pharma dann liegt das Verhältnis bei 60 : 40, Lounges : Vision Pharma.

Mit über 60 Firmen, die sich rein zur Vision Pharma angemeldet haben, hat diese einen sehr guten Start hingelegt – zusätzlich sind natürlich auch Firmen innerhalb der Lounges für den Pharmabereich tätig. Insgesamt erwarten den Fachbesucher mehr Firmen, mehr Vorträge, mehr Aktionen als in den Vorjahren.

Pharmaproduktion: Im Jahr 2011 war zunächst geplant, die Vision Pharma im Oktober 2012 als selbstständige Veranstaltung ins Rennen zu schicken. Welche Gründe haben Sie bewogen, die Lounges und die Vision Pharma nun parallel stattfinden zu lassen?

Würsching: In Gesprächen mit Ausstellern und Fachbesuchern wurden sehr schnell starke Argumente für die zeitliche Zusammenlegung angeführt. Fachbesucher kommentierten den ursprünglichen Termin mit: „Tolle Idee, dem Pharmaprozess eine eigene Veranstaltung zu geben, allerdings wäre dies ein weiterer Termin, den ich mir genehmigen lassen müsste…", „Als Besucher würde ich gerne von beiden Veranstaltungen profitieren, kann man nicht nur einen Termin wählen…?"

Pharmaproduktion: Gab der starke Wunsch seitens der Aussteller den Ausschlag zur zeitgleichen Veranstaltung?

Würsching: Die Entscheidung für eine zeitgleiche Veranstaltung wurde sowohl von Ausstellern wie auch vom Eventbeirat an uns herangetragen und gemeinsam beschlossen. Nach Aussagen der Aussteller mache es Sinn, beide Veranstaltungen am gleichen Termin stattfinden zu lassen, um die Synergien zu nutzen. Weitere Aussagen von Ausstellern waren dazu: „Wenn es der gleiche Termin ist, dann profitieren wir als Aussteller der Vision Pharma auch von den Besuchern der Lounges und umgekehrt…", „Wir würden gerne an den Lounges und auch an der Vision Pharma teilnehmen, müssen uns nun aber aus Budgetgründen für einen Termin bzw. eine Veranstaltung entscheiden…", „Denken sie nicht, dass sich auch Besucher nur für eine der beiden Veranstaltungen entscheiden werden…?" oder „Zwei getrennte Veranstaltungen, das ist ein sehr guter Gedanke, aber bitte terminlich nicht trennen…".

Pharmaproduktion: Ist das Thema einer komplett unabhängigen Vision Pharma nun endgültig vom Tisch oder ist dieser Schritt nur aufgeschoben?

Würsching: Die Vision Pharma ist eine eigenständige Veranstaltung mit eigenen Inhalten, eigener Optik, eigenem Programm und eigenständigem Marketing. Ab 2013 werden Lounges und Vision Pharma zwar ebenfalls zeitgleich, aber in getrennten Hallen stattfinden. Die beiden Veranstaltungen sprechen unterschiedliche Themen und Fachbesuchergruppen an.

Pharmaproduktion: Was erwarten Sie sich von den Veranstaltungen für die Zukunft?

Würsching: Die Zukunft wird zwei sehr starke Einzelveranstaltungen präsentieren, die stark voneinander profitieren werden.

Pharmaproduktion: Herr Martin, wie grenzen sich die Lounges und Vision Pharma voneinander ab?

Martin: Die Vision Pharma spricht alle Verantwortlichen und Anwender, die in den pharmazeutischen Herstellungsprozess eingebunden sind, an. Es ist eine branchenbezogene Veranstaltung. Sie zeigt die Bereiche Herstellung & Verarbeitung, Verpackung & Logistik, Analytik & Qualitätssicherung sowie Richtlinien & Regelwerke. Die Lounges zeigen die für die unterschiedlichsten Anwendungen – bei denen es um reine, sterile oder hygienische Umgebungsbedingungen geht – relevanten Rahmentechnologien. Die Lounges sind eine branchenübergreifende Veranstaltung und sprechen dadurch eine weitaus breitere Besuchergruppe an.

Pharmaproduktion: Gibt es Aussteller, die auf beiden Veranstaltungen auftreten?

Martin: Aufgrund der erfolgten zeitgleichen Durchführung in 2012 besteht für Aussteller keine Notwendigkeit zweimal aufzutreten. Der Fachbesucher kann sich nach einmaliger Registrierung beide Veranstaltungen ansehen und ebenfalls an den beiden getrennten Vortragsprogrammen teilnehmen. Überschneidungen in den Themen wurden dabei vermieden.

Pharmaproduktion: Welche speziellen Rahmenveranstaltungen ergänzen das Ausstellungsprogramm der Vision Pharma?

Martin: Wie bei den bisherigen Lounges schon bewährt, ist vor allem das umfangreiche Vortragsprogramm ein Magnet. Hier sind u. a. die Themenbereiche: Papierlose Chargendokumentation, Packaging, GxP-Compliance, GMP Risk Management, Prozesstechnologie,· Analysensysteme, Best Manufacturing Practice, Anlagenplanung und -technik sowie Automation und Computervalidierung jeweils mit mehreren Vorträgen im Angebot. Diskussionsrunden, Aktionsbühnen und vielfältige kommunikative Bereiche sowie die beiden Abendveranstaltungen bieten reichlich Gelegenheit zur Weiterbildung und Networking.

Pharmaproduktion: Herr Rothgerber, auch bei den Lounges 2012 gibt es Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Themenbereiche IPM und Powder sind nicht mehr im Programm. Welche Gründe gibt es für diese Entscheidung?

Rothgerber: Veränderungen in der Zusammensetzung der Lounges hat es bisher in jedem Jahr gegeben. Dies ist auch ein gutes Zeichen, dass sich die Lounges nach den Anforderungen der Fachbesucher und der ausstellenden Firmen und damit dem Markt richtet. Hier ist es vor allem der sehr aktive Eventbeirat, der die entscheidenden Signale setzt.

Pharmaproduktion: Werden diese Veranstaltungen in den nächsten Jahren wieder aufgenommen?

Rothgerber: Für die IPM-Lounge gilt das sicherlich. In 2012 führt der Partner DSV die eigene Veranstaltung Eurocido durch. In 2013 werden wir deshalb die IPM Lounge wieder innerhalb der Lounges dabei haben.

Pharmaproduktion: Gibt es für die Zukunft bereits Pläne für neue Themenbereiche?

Rothgerber: Innerhalb der Lounges werden immer wieder – je nach Bedarf des Marktes – neue Themen aufgegriffen. Für die nähere Zukunft ist vor allem die Themenvielfalt der Anwendungen im Fokus. Die Herstellung von Halbleiter, Mikroelektronik, Photovoltaik oder Medizintechnik sowie die Hygiene- und Sterilbereiche in der Lebensmittelproduktion oder in Krankenhäusern und Pflegeheimen werden im Ausstellungsbereich, in Vorträgen und Aktionen verstärkt dargestellt.

Pharmaproduktion: Sind Veränderungen im Rahmenprogramm geplant?

Rothgerber: Auch künftig werden die Vorträge, die Aktionen, die Diskussionsrunden, die Abendveranstaltungen, die Bars und die kommunikativen Verpflegungsbereiche den Kernpunkt der Lounges und der Vision Pharma darstellen. Verstärkt werden künftig Aktionen oder Sonderbereiche, in denen zusammenhängende Abläufe oder Prozessketten dargestellt werden.

Das Interview führte: Daniela Held, Redakteurin, Pharmaproduktion

Umfangreiches Rahmenprogramm

Vom 28. Februar bis 1. März 2012 finden die Lounges zum sechsten Mal in der Messe Karlsruhe statt. Ergänzt werden die Lounges das erste Mal durch die Vision Pharma, die die Bereiche Herstellung, Verpackung und Transport, GxP sowie Qualitätssicherung abdeckt. Die Lounges bieten täglich fach- bezogene Vorträge, die anschließend zur Diskussion stehen. Im Rahmen der Ausstellung wird es zudem Aktionsbühnen geben, in denen man direkt ins Geschehen eingreifen kann. „Learning by Doing" wird hier großgeschrieben.

Auch bei der Vision Pharma finden an allen drei Veranstaltungstagen themenbezogene Präsentationen, praxisnahe Demoworkshops und Live-Vorführungen auf Aktionsbühnen statt. Um die Schnittstellen zu den angrenzenden Technologien zu verdeutlichen, zeigt die Vision Pharma im Rahmen einer Sonderschau „Der Prozess in seinem Umfeld" einen realitätsnahen Aufbau einer bzw. mehrerer Produktionsanlagen im Zusammenspiel mit den prozessbegleitenden Bereichen. Gezeigt wird dabei, welchen Einfluss Boden, Decken, Wände, Lüftung, Zutritt, Kleidung, Verbrauchsmaterialen etc. auf die GMP-gerechte Herstellung/Qualität und das Produkt haben. Dazu wird es täglich mehrfach angekündigte Führungen von kompetenten Praktikern in Zusammenar- beit mit den jeweiligen Fachleuten für die einzelnen Komponenten geben.

Insgesamt gibt es über 180 informative Vorträge für Experten und Neueinsteiger. Die Teilnahme an allen Sessions ist nach der Online-Registrierung frei. Essen und Getränke sind für alle registrierten Teilnehmer kostenlos.

17.02.2012


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