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Temperaturfühler für den Einsatz im hygienischen Prozessumfeld (links), Wtrans-Sender und -Empfänger (rechts)
In welchem Industriezweig man sich auch bewegt, eine Messgröße wird immer kontrolliert: die Temperatur. So ist sie auch in der Lebensmittelindustrie der wohl wichtigste Parameter. Allerdings werden in den einzelnen Bereichen der Lebensmittelproduktion unterschiedliche Anforderungen an die zur Messung benötigten Temperaturfühler gestellt. Im Folgenden werden verschiedene dieser Messinstrumente vorgestellt, die entsprechend ihren Eigenschaften unterschiedlichen Einsatzgebieten zugeordnet sind.
Temperaturfühler für den Einsatz im hygienischen Prozessumfeld (links), Wtrans-Sender und -Empfänger (rechts)
Temperaturmesstechnik für nahezu alle Bereiche in der Lebensmittelindustrie

Darf 's ein bisschen mehr sein?

Jumo hat verschiedene Einsteck-, Einschraub- und Anlege-Widerstandsthermometer im Programm, die sich in vielfältigsten Anwendungen bewähren
Jumo hat verschiedene Einsteck-, Einschraub- und Anlege-Widerstandsthermometer im Programm, die sich in vielfältigsten Anwendungen bewähren
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Für jede Anwendung liefert Jumo den richtigen Temperaturfühler. In der Lebensmittelindustrie konnten sich weitgehend Widerstandsthermometer mit Pt100-Messsensoren in Dünnschichttechnologie etablieren. Die Zahl 100, der Nennwert, sagt gemäß DIN EN 60 751 aus, dass bei einer Temperatur von 0 °C ein Widerstand von 100 Ω vorliegt. Die Vorteile der Geräte liegen in ihrer hohen Beständigkeit und in der guten Reproduzierbarkeit der elektrischen Eigenschaften. Für die Elektronik werden in der Regel hochwertige Edelstahlköpfe mit Schutzart IP 67 verwendet.

In jeder Branche gibt es Anwendungen, die keine speziellen Anforderungen an den Temperaturfühler stellen, was Material und Gestaltung angeht. Hier bietet Jumo ein großes Spektrum verschiedenster Widerstandsthermometer zum Einschrauben, Einstecken, Anlegen, mit speziellen Verschraubungen oder mit Standardverschraubungen.

Hygienisch einwandfrei

Sensoren, die in direkten Kontakt mit dem Medium kommen, müssen bestimmte Anforderungen bezüglich der Hygiene erfüllen. Dies gilt beispielsweise für das verwendete Material – typischerweise Edelstahl 1.4435 (316L). Auch muss die Beständigkeit des Materials gegenüber diversen Reinigungsmitteln wie Natronlauge und Salpetersäure gewährleistet sein. Der Prozessanschluss muss so konstruiert sein, dass er sich hygienisch einwandfrei reinigen lässt. Das bedeutet, dass sich alle Produktreste und Ablagerungen zum Beispiel im Verlauf einer CIP-Reinigung vollständig lösen müssen. Eventuelle Toträume, die von der CIP-Reinigung nicht erfasst werden, sind zu vermeiden.

Das Jumo-Spektrum an hygienischen Temperaturfühlern umfasst sowohl Standardgeräte mit und ohne Messumformer als auch Kompaktgeräte, die – mit M12-Stecker ausgestattet – besonders gut für enge Messstellen geeignet sind. Ergänzt wird das Produktportfolio durch einen Temperaturschalter mit Anzeige und Analogausgang. Er findet überall dort Anwendung, wo der Kunde eine Anzeige direkt an der Messstelle wünscht und gleichzeitig über den Temperaturschalter ein Relais bedienen möchte. Standardmäßig werden die hygienischen Temperaturfühler mit EHEDG-zertifizierten Prozessanschlüssen angeboten.

Für spezielle Anwendungen

Darüber hinaus gibt es noch weitere Temperaturfühler, die für spezielle Anforderungen in der Lebensmittelindustrie entwickelt wurden: Der Foodtemp ist ein robustes, wasserdampfdichtes Einstich-Widerstandsthermometer und eignet sich durch seinen besonderen Aufbau bevorzugt für den Einsatz bei Koch-, Gar- und Backvorgängen in allen Bereichen der Lebensmittelverarbeitung und -konservierung. Das Sondenrohr aus Edelstahl ist mit zentrischer oder schräger Messspitze (ca. 25° oder 45°) ausgeführt und ermöglicht damit ein einfaches Messen der Kerntemperatur von Lebensmitteln. Alle Ausführungen sind erschütterungsfest aufgebaut und mit öl- und säurebeständigen Griffen ausgestattet.

Der Wtrans ist ein Widerstandsthermometer mit Funk-Messwertübertragung. Wtrans-Sender werden in Verbindung mit den passenden Empfängern zur mobilen oder stationären Messung der Temperatur im Einsatztemperaturbereich von -30 bis +260 °C oder -200 bis +600 °C eingesetzt. Die Umgebungstemperatur des Griffs darf dabei -30 bis +85 °C (-25 bis +125 °C) betragen. Der Temperaturmesswert wird drahtlos an den Empfänger des Wtrans-Systems übermittelt, dort angezeigt und steht am Wtrans-Empfänger über eine digitale RS485-Schnittstelle, Analogausgang und/oder Relaisausgang zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung. Die Funkfrequenz innerhalb des ISM-Bands liegt bei 868,4 oder 915 MHz. Diese Frequenzen sind weitgehend unempfindlich gegenüber externen Störeinflüssen und erlauben eine Übertragung auch in rauer Industrieumgebung. Wird empfängerseitig der Antennenwandhalter mit 3 m langer Antennenleitung verwendet, beträgt die maximale Freifeldreichweite 300 m. Typische Einsatzgebiete sind alle Prozessanlagen, bei denen ein Kabel hinderlich ist, zum Beispiel rotierende Behälter in der Süßwaren- und Schokoladenindustrie oder kontinuierlich arbeitende Anlagensysteme in der Fleischereiindustrie.

Steamtemp ist ein Einsteck-Widerstandsthermometer, das bevorzugt zur Temperaturmessung in Sterilisatoren oder Autoklaven eingesetzt wird. Die spezielle Konstruktion erlaubt die Verwendung in wasserdampfhaltiger, unter Druck stehender Atmosphäre. Mit PTFE-Anschlussleitung eignet sich der Steamtemp für den Betrieb in feuchten Räumen im Temperaturbereich von -190 bis +260 °C, mit FEP-Anschlussleitung für den Bereich von -70 bis +200 °C. Der Übergang der Anschlussleitung ist zugentlastet. In den Messeinsatz ist serienmäßig ein Pt100-Temperatursensor nach DIN EN 60 751, Klasse A, in Zweileiterschaltung integriert, möglich sind auch Ausführungen mit zwei oder drei Messkreisen.

Online-Info www.dei.de/0611442

Christina Hoffmann

27.06.2011


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