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Dank der GFG-Technologie lässt sich der Touchscreen des iS70 auch mit der Spitze eines Messers oder Kettenhandschuhen bedienen
Das PC-Terminal iS70 von Bizerba ist der Nachfolger des in vielen Anwendungen bewährten Terminals NT. Es handelt sich um einen vollwertigen PC mit integrierter Wägetechnik, der auf besonders raue Umgebungen ausgelegt ist, etwa in Fleischhöfen und Schlachtwerken.
Dank der GFG-Technologie lässt sich der Touchscreen des iS70 auch mit der Spitze eines Messers oder Kettenhandschuhen bedienen
Robustes und widerstandsfähiges PC-Terminal

Messerspitze auf Touchscreen

Das PC-Terminal iS70 von Bizerba ist der Nachfolger des in vielen Anwendungen bewährten Terminals NT. Es handelt sich um einen vollwertigen PC mit integrierter Wägetechnik, der auf besonders raue Umgebungen ausgelegt ist, etwa in Fleischhöfen und Schlachtwerken.

Das PC-Terminal iS70 kann an allen Informationspunkten der Produktion Waagen steuern und Daten an die Warenwirtschaft des Unternehmens übertragen. Es hilft mit externen Sensoren, am Wareneingang die Qualität der Waren zu kontrollieren. Und es erleichtert das Produzieren, indem es den Bediener mit leicht verständlichen Hinweistexten durch die einzelnen Schritte des Rezeptierens und Dosierens führt. Derzeit testen Pilotkunden das Terminal in ihrer Produktion. Ab August 2011 wird es Bizerba dann in Serie herstellen.

Überblick in Echtzeit

Und so wird eine Anwendungsmöglichkeit aussehen: Mitarbeiter wägen angelieferte Waren mit Tisch-, Boden- und Hängebahnwaagen. Über USB-Ports können sie Handscanner an das iS70 anschließen, um den Barcode zu lesen – ebenso externe Sensoren, mit denen sie Feuchtigkeit und Temperatur der Waren bestimmen. Das Terminal kann die Wägeergebnisse in einem eichfähigen Speicher sichern und gleichzeitig alle Qualitätsdaten an das ERP-System übertragen. Die Produktionsleitung kann daraufhin schlechte Waren direkt abweisen und sich in Echtzeit einen Überblick über Bestände und neue Anlieferungen verschaffen.

Die Mitarbeiter vor Ort kennzeichnen die Waren im nächsten Schritt mit RFID-Etiketten, um sie sicher einzulagern. Das reduziert das Risiko, dass Waren irgendwo im Lager verschimmeln. Auf diese Weise leistet das iS70 einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der weltweiten Nahrungsmittelverluste. Genau diese standen im Mittelpunkt der Save-Food-Initiative auf der interpack. Hier diskutierten Wissenschaftler und Vertreter der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, wie man das Problem der Nahrungsmittelverluste global in den Griff bekommen könnte.

Bei der Produktion von Lebensmitteln herrschen raue Bedingungen. Um ihre PCs vor Wasser, Dampf, Reinigungsmitteln oder mechanischer Beanspruchung zu schützen, installieren viele Produzenten diese Geräte hinter schweren Verschlägen aus Metall. Das verschwendet Platz und hat zudem den Nachteil, dass sich die Temperatur in den Verschlägen und im PC selbst nur schwer regulieren lässt. Bei zu großer Hitze gehen die Festplatten der PCs kaputt und die Produktion fällt aus. Im iS70 sind hitzeresistente Festplatten verbaut, sogenannte Solid-State-Drives. Die Wärme wird über die Aluminiumplatte an der Rückseite des Gerätes abgeleitet. Somit steigt die Ausfallsicherheit der Produktionsanlagen.

Hervorzuheben ist die beim iS70-Terminal zum Einsatz kommende Glas-Film-Glas-Oberflächentechnologie (GFG). Über der eigentlichen Filmschicht, die auf Druck reagiert, liegt eine Glasplatte, die das Terminal widerstandsfähig gegen Chemikalien und Kratzer macht. In Fleischhöfen und Schlachtwerken arbeiten die Angestellten oft unter erheblichem Zeitdruck. Sie tragen einen Kettenhandschuh und halten in der anderen Hand ein Messer. Sie haben keine Zeit, beides abzulegen. Bedingungen, die sich scheinbar nicht mit Touchscreens vereinbaren lassen. Durch die GFG-Struktur können die Arbeiter das Terminal aber auch mit der Messerspitze oder dem Kettenhandschuh bedienen und Aufträge bestätigen. Sie sparen dadurch viel Zeit. Die Bedienoberfläche ist intuitiv gestaltet, sodass sich selbst ungeschultes Personal zurechtfindet, ohne lange Einarbeitungszeit.

WLAN an Bord

Die Entwickler folgten den Richtlinien des Hygienic Designs: Das Terminal ist in Edelstahl gefertigt, vollständig von glatten Oberflächen umschlossen, geschützt gegen Staub und Strahlwasser und erreicht die Schutzart IP 65. Eine spezielle Kabeldurchführung ermöglicht es, auch Standardkabel zu verwenden, um das Gerät in ein bestehendes Netzwerk zu integrieren, ohne dabei die Schutzart zu verletzen. Zudem ist ein Wireless-LAN-System (WLAN) integriert, das die Daten kabellos per Funk überträgt. Das WLAN-System benötigt keine externe Antenne und kann zu jedem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden.

Das iS70 arbeitet mit Atom-D510- und Celeron-Prozessoren von Intel. Es verfügt über maximal 4 GB RAM, sechs USB-Ports, drei Ethernet-Schnittstellen mit einer Übertragungsrate von bis zu 1000 Mbit und über serielle Schnittstellen, die auch galvanisch getrennt werden können.

Installiert ist das Windows Betriebssystem Embedded Standard 7. Das Terminal hat eine LED-Hinterleuchtung und wird auf einem Standfuß, einer Standsäule oder an einer Vesa-Wandhalterung befestigt.

Online-Info www.dei.de/0611424

27.06.2011


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