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Leicht bedienbar und robust: die XRE-Röntgenscanner
Glassplitter im Karottensalat, Metallteilchen im Erdbeerjoghurt oder ein Mausekopf im Tiefkühlgemüse, derartige Produktkontaminationen lösen Rückrufaktionen aus, die teuer und nicht selten mit einem Imageverlust verbunden sind. Vor diesem Hintergrund steigen die Anforderungen an Detektionssysteme. Sie sollen nicht nur Fremdkörper aus Metall, sondern auch Partikel aus Glas, PVC oder Stein erkennen und gleichzeitig Vollständigkeitsprüfungen durchführen oder kontrollieren, ob Verpackungen richtig etikettiert und verschlossen sind.
Leicht bedienbar und robust: die XRE-Röntgenscanner
Inspektionssysteme schützen Verbraucher und Lebensmittelproduzenten

Mausekopf im Tiefkühlgemüse

Ein integrierter Industrie-PC mit Touchscreen und das Echtzeit-Betriebssystem QNX gehören zur Ausstattung des XRE-Röntgen- scanners
Ein integrierter Industrie-PC mit Touchscreen und das Echtzeit-Betriebssystem QNX gehören zur Ausstattung des XRE-Röntgen- scanners

Bizerba entwickelt solche Inspektionssysteme für den Einsatz in manuellen oder vollautomatischen Produktionslinien. Die Systeme können in bereits bestehende Produktionslinien eingebunden und mit Lichtschranken und Ausscheidesystemen kombiniert werden. Modernste Röntgen- und Kameratechnik hilft Produzenten dabei, Fremdkörper aller Art in Rohstoffen, Halbfabrikaten und fertigen Produkten zu erkennen und so den HACCP-Richtlinien und dem International Food Standard (IFS) gerecht werden zu können.

Die Erfüllung dieser Standards gehört zu den Grundlagen einer funktionierenden Geschäftsbeziehung mit dem Handel. Eine lohnenswerte Investition, wie auch der britische Food-Safety-Experte Chris Griffith bestätigt: „Wenn Ihnen die Sicherheit der Lebensmittel zu teuer ist, versuchen Sie es doch mal mit einem Unfall".

Alles am richtigen Platz

Mit dem Bizerba-Vision-System BVS können Produzenten vollautomatisch prüfen, ob Etiketten, Barcodes und Hinweistexte an den richtigen Stellen platziert sind und ob das Produkt in richtiger Anzahl und in korrekter Position in der Verpackung liegt. In der Ausführung BVS-G hilft es außerdem dabei, Fleischerzeugnisse nach unterschiedlichen Qualitätsstufen zu klassifizieren, indem es im jeweiligen Produkt den prozentualen Anteil von Fett- und Muskelmasse bestimmt. Nachdem das patentierte System in den USA bereits erfolgreich in großen Unternehmen der Fleischindustrie zum Einsatz kommt, wird es jetzt auch in Europa eingeführt.

Das Vision-System kontrolliert zudem, ob Packungen richtig verschlossen sind, indem es die Siegelnaht optisch abtastet. Denn finden beispielsweise Supermärkte bei den Stichproben während der Anlieferung eine nicht richtig verschlossene Verpackung, so schicken sie nicht selten die ganze Palette zurück. Und das verursacht unnötige Kosten.

Vor gut einem Jahr fand ein Verbraucher in Finnland einen Mäusekopf im Tiefkühlgemüse. Der Fall wurde durch das EU-Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission für Lebens- und Futtermittel (RASFF) bekannt, das Warnungen vor auffälligen Lebensmitteln an die Mitgliedsstaaten der EU weiterleitet. Vor solchen Skandalen schützen Röntgenscanner der Baureihe XRE.

Produkte bleiben unbelastet

Die Scanner erkennen alle Fremdkörper, die die Röntgenstrahlen anders absorbieren als das umgebende Produkt. Das gilt gleichermaßen für Partikel aus Glas, Knochen, Keramik und Stein, PVC und Gummi. Die XRE-Röntgenscanner können gleichzeitig Produktdefekte wie Risse, Lufteinschlüssen, Gewürzverklumpungen identifizieren und Vollständigkeitsprüfungen durchführen. Die Lebensmittel selbst bleiben bei diesem Röntgen-Verfahren unbelastet.

Zur Funktionsweise: Eine Röntgenröhre ist unter dem Förderband montiert. Die Strahlen treffen auf das Produkt und werden von seinen Bestandteilen unterschiedlich stark absorbiert. Über dem Förderband befindet sich eine hochauflösende Detektionseinheit, die die durchgelassene Strahlung in ein elektrisches Signal umwandelt, aus dem schließlich das Röntgenbild erstellt wird. Die Auswertung des Bildes erfolgt über eine Visualisierungssoftware, die sich mit einer Auto-Trainings-Funktion auf neue Produkte einstellen kann. Bei jeder Produkthöhe kann zudem die gesamte Inspektionsbreite genutzt werden.

Die XRE-Röntgenscanner verfügen über einen integrierten Industrie-PC mit Touch-screen und dem Echtzeit-Betriebssystem QNX. Es existieren weder anfällige Festplatten noch Laufwerke, typische Probleme wie Systemfehler oder Treiberkonflikte sind daher ausgeschlossen.

Unternehmen, die Lebensmittel herstellen und verarbeiten, sind im Rahmen der Produkthaftung dazu verpflichtet, durch eigene Kontrollen die Qualität der verwendeten Rohstoffe zu prüfen. Sie müssen über diese Eigenkontrollen Buch führen, sodass der amtlichen Lebensmittelüberwachung die Daten für eine „Kontrolle der Kontrolle" zu Verfügung stehen. Die Bizerba Inspektionssysteme verfügen über die Schnittstelle WS-FOOD, einem neuen Standard für die Betriebsdatenerfassung und können somit nach dem Plug-and-Play-Prinzip angeschlossen werden. Die Systeme kommunizieren über Ethernet mit der EDV des Kunden und übertragen eine vollständige Datensammlung inklusive aller Bilder. Die Sicherung und Auswertung erfolgt dezentral. Im Ernstfall kann das Unternehmen auf alle Daten zugreifen und beweisen, dass die Chargen das Werk geprüft und einwandfrei verlassen haben.

Die Bizerba-Inspektionssysteme arbeiten mit intuitiv verständlichen Benutzeroberflächen mit selbsterklärenden Icons. Selbst ungeschulte Aushilfskräfte können sich in die Funktionsweise der Geräte ohne großen Aufwand einarbeiten und die Anlagen zuverlässig steuern. Alternativ kann die gesamte Steuerung ebenfalls dezentral über eine Software erfolgen, die die Aufträge aus dem ERP-System bezieht und aufarbeitet. Vor Ort muss dann der Mitarbeiter den Prozess lediglich starten und stoppen.

Kontrolle des Produktgewichts

Eine andere wichtige Säule der Qualitätssicherung von Lebensmitteln ist die Gewichtskontrolle. Lebensmittelherstellern stehen von Zeit zu Zeit unter Verdacht, das Zielgewicht der Produkte systematisch zu unterschreiten. Um rechtliche Probleme und einen Imageverlust durch fehlerhaftes Gewicht zu vermeiden, sollten kontinuierliche Kontrollwägungen durchgeführt und die Wägeergebnisse lückenlos dokumentiert werden. Mit den Checkweighern der CWE-Generation können Produzenten ihre Produktqualität sichern und jeden Verdachtsfall der Unterportionierung im Keim ersticken. Auch hier werden alle Datenprotokolle entsprechend der EU-Verordnung 178/2002 mit der Software _statistics.Brain automatisch gespeichert. Mit ihrer Hilfe kann das Unternehmen im Verdachtsfall beweisen, dass alle Chargen das Werk mit Sollgewicht verlassen haben. Denn fest steht: Negative Schlagzeilen schädigen das Unternehmensimage dauerhaft und führen zu hohen Umsatzeinbußen. Die Erfahrung zeigt, dass das Vertrauen der Verbraucher nur schwer wiederherzustellen ist.

Halle 14, Stand C14

Online-Info www.dei.de/0511419

04.05.2011


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