Sicherheit im Labor
Sicherheit im Labor hat bei GlaxoSmithKline Biologicals oberste Priorität. Den hohen Anforderungen muss auch die Laborausstattung gerecht werden. Deshalb setzte man bei der Modernisierung der Gefahrstofflagerung und -arbeitsplätze auf die Expertise des Gründauer Unternehmens Asecos.
Im Labor wird täglich mit Gefahrstoffen hantiert. Schon kleinste Mengen können eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Sicherheit hat höchste Priorität. Selbstverständlich muss diesen Anforderungen auch die Laborausstattung gerecht werden. Nicht nur der Gesetzgeber stellt hier hohe Anforderungen an Gefahrstoffarbeitsplätze und -schränke. Auch Verantwortliche im Labor stehen bei Modernisierungen stets vor der Herausforderung, optimalen Schutz mit reibungslosem Arbeitsfluss zu kombinieren.
Genau vor dieser Aufgabe stand man auch Ende letzten Jahres im Labor der Glaxo-SmithKline Biologicals: Das Tochterunternehmen des britischen Konzerns Glaxo-SmithKline plc (GSK) führt seit 1992 die Entwicklung, Herstellung und weltweite Auslieferung von Grippeimpfstoffen durch. Neben dem Engagement im Bereich Influenza ist das Dresdner Unternehmen für die Abfüllung, Verpackung und Auslieferung vieler in Deutschland vertriebener Flüssigvakzine von GSK zuständig. In dem zu modernisierenden Laborbereich werden Testreihen für die hauseigene Produktion durchgeführt, wie neue oder verbesserte Prozesse für die Qualitätskontrolle. Unter Laborbedingungen werden die gleichen Schritte gemacht wie in der Produktion – nur eben in kleineren Dimensionen. Die Mitarbeiter in diesem Bereich haben täglich mit zahlreichen üblichen, aber durchaus auch gefährlichen Stoffen und Verbindungen zu tun. Dazu gehören unter anderem Aceton, Ethanol, Kristallviolett, Diethylether und Wasserstoffperoxid. Gemeinsam ist allen Stoffen, dass sie hohe Anforderungen an die Lagerung und vor allem an die Arbeitsplätze bedingen, an denen die Mitarbeiter tätig sind.
Bedarf ermitteln
Neben den gesetzlichen Vorschriften und der konsequenten Anpassung an höchste Sicherheitsanforderungen gibt es noch weitere Aspekte, die es bei der Labor-Modernisierung zu berücksichtigen gibt: Zunächst sollten sich die Neuerungen optimal in den Altbestand integrieren lassen und konsequent die Arbeitsabläufe berücksichtigen. Das bedeutet jeweils die Rekonstruktion des Labors unter Berücksichtigung aller Einrichtungsgegenstände sowie die Modernisierung der Medientechnik. Um dies zu gewährleisten muss erst einmal der Bedarf fachgerecht und genau ermittelt werden. Der erste Schritt für das Unternehmen war, mit einem Experten, dem Laborfachhändler VWR International, Kontakt aufzunehmen. VWR International arbeitet eng mit dem Hersteller der benötigten Produkte, Asecos, zusammen. Bereits bei der bestehenden Laborausstattung hatte Glaxo-SmithKline auf Asecos gesetzt und gute Erfahrungen gesammelt. Gemeinsam ermittelten die Partner direkt den individuellen Bedarf für das jeweilige Labor und informierten über Gesetze und Normen.
Auf Maß gefertigt
Im Asecos-Werk werden alle Sicherheitsschränke und Gefahrstoffarbeitsplätze selbst entwickelt und gebaut. Das Ergebnis ist die Produktion qualitativ hochwertiger und teilweise auch maßgeschneiderter Lösungen. Dank dieser Entwicklungs- und Konstruktionsexpertise können neben reinen Standardlösungen auch relativ schnell und unkompliziert individuelle Maßanfertigungen realisiert werden. So ließ sich in Dresden der bestellte Gefahrstoffunterbauschrank sofort in der gängigen Ausführung einbauen. Für die Lagerung der Gefahrstoffe entschied sich GlaxoSmithKline Biologicals außerdem für einen kompakten Kombischrank: Ein Teil ist als Typ-90-Schrank – mit 90 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit – und der andere Teil als Säure-Lauge-Schrank konzipiert. Beim neuen Gefahrstoffwägearbeitsplatz mussten und konnten die Maße der integrierten Granitplatte an die räumlichen Gegebenheiten angepasst werden. Auch beim Kühlunterbauschrank gab es eine Besonderheit: Der Hersteller integrierte einen zusätzlichen Kühler zur Temperaturüberwachung.
Zwischen Auftragserteilung und erfolgtem Einbau lagen nur etwa vier Monate – alle Planungs-, Beratungs- und Anfertigungsarbeiten inklusive: Der Auftrag wurde Anfang November erteilt, die einzelnen Lieferungen erfolgten im März und wurden jeweils innerhalb eines Tages eingebaut. Der schnelle Aufbau war möglich, da aufgrund der detaillierten Planung und Koordination für den kompletten Laborbereich die Geräte bereits sehr kompakt geliefert wurden.
Online-Info
www.cav.de/0710429
